Auf den folgenden Seiten stelle ich Ihnen Artikel aus Hirnforschung und Neurobiologie mit menschlich-interessanten Hintergrundaspekten vor.
Professor Hüther ist vielseitig interessiert und engagiert, ganzheitlich orientiert und aufgrunddessen sind seine Darstellungen bezüglich ADS-Medikation sowie Dopamin-Theorie in einigen Fachkreisen umstritten. Ich persönlich möchte seine Vorträge und Ausarbeitungen keinesfalls missen und bin ihm sehr dankbar für seine kompetente und freundliche Unterstützung bei meiner persönlichen “Aufklärungsmission”.
Zur Erläuterung: Professor Gerald Hüther lehnt - wer seine Ausführungen intensiv zu Ende liest und hört, weiß das auch – die Verordnung von Medikamenten bei kindlichen Verhaltensauffälligkeiten NICHT kategorisch per se ab(!), sondern legt lediglich das Augenmerk darauf, bisher NICHT belegte, sondern nur vermutete, medizinische Fakten auch aus anderer Sicht zu betrachten.
Alles ist durchaus im Rahmen des Denkbaren, nicht widerlegbar und kann keineswegs “falscher” sein als Thesen, die bisher vertreten wurden. Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeiten finden permanent Korrekturen statt, sei es in der Biologie, der Physik oder in welcher Kategorie auch immer. Was heute richtig ist, kann morgen falsch sein…
Wir befinden uns im ständigen Paradigmenwechsel.
Ich denke, wer sich die Mühe macht, seinen Ausführungen zu folgen, seine Gedankengänge zu verfolgen und die philosophisch-wissenschaftlichen Ausarbeitungen, die zum Teil sehr kritisch die bisher leider weit verbreitete Vorgehensweise fundamentiert in Frage stellen, mit offenem Herzen, Augen und Ohren aufzunehmen, dem kann schlimmstenfalls der Horizont möglicher Sichtweisen erweitert werden…
Bestenfalls dient seine Arbeit dazu
- Kindern Alternativen zu Medikamenten zu bieten
- Fachleuten alternative Gedankenexperimente anzubieten
- Kenntnisse über Biologie und Hirnforschung zu erwerben oder sie zu erweitern
- zum Nachdenken über unsere Gesellschaftsstruktur angeregt zu werden und
- letztendlich eigene Entscheidungen zu treffen mit einem erweiterten Wissensspektrum
Ich wünsche den Lesern viele AHA-Effekte, ruhige Besinnungminuten, um die Inhalte zu verdauen und unseren indern die Chance, wenn irgend möglich alle anderen Behandlungsmethoden und psychotherapeutische Maßnahmen in ausreichendem Maß in Anspruch nehmen zu dürfen.
In manchen Fällen KÖNNTE es sein, dass Kinder nur die Symptomträger einer erkrankten Gesellschaftsform sind, die uns vielleicht Wichtiges mitzuteilen haben und dazu beitragen können, eine Gesellschaft zu heilen… Durch eine voreilige medikamentöse Therapie sehe ich leider die Gefahr, ihre Potentiale zu unterdrücken anstatt sie zu fördern und die familiären und gesellschaftlichen Probleme, die dahinter stehen können, nicht müssen(!), zu ignorieren.